
Singen und Feiern im Kreis des Jahres
Die Natur ist eine weise Lehrerin. Ihre Zyklen lehren uns, dass alles hat seine eigene Zeit hat: Geburt, Wachstum, Vergehen und Werden. In unserer westeuropäischen Kultur begleiten uns die Jahreszeiten mit ihrem beständigen und wiederkehrenden Rhythmus und geben uns Orientierung. Im Feiern dieser Feste binden wir uns ein in diesen Kreis des Lebens.
Die bewusste Verbindung mit den Qualitäten der Jahreszeiten kann uns dabei unterstützen, unser eigenes Wesen tiefer zu verstehen und mehr Ruhe, Vertrauen und Verbundenheit in unserem Alltag zu finden. Jedes Fest im Jahreskreis trägt seine eigene Weisheit und Kraft in sich. An diesem besonderen Tag bist du eingeladen, dich mit deiner Stimme, deinem Sein und deinen eigenen Themen zu verbinden, getragen von den Kräften dieser Jahreszeit und der Gemeinschaft im Kreis. An allen Tagen wird es sowohl Raum für die gemeinsame Zeit in der Gruppe als auch Zeit ganz für dich alleine geben.
Du kannst einzelne Feste besuchen oder den gesamten Zyklus des Jahreskreises miterleben und so tiefer in die Wandlungsbewegungen des Jahres eintauchen.
Die Grundlage meiner Arbeit bildet der re:nature –Lebenskompass, ein europäisches Lebensrad, welches von Ursula Seghezzi entwickelt wurde. Durch seine Anbindung an die Jahreszeiten und die Einbeziehung der menschlichen Lebensphasen und -themen bietet er als geistige Landkarte hilfreiche Orientierung und lässt das alte Wissen für unsere heutige Zeit nutzbar werden.
Das nächste Fest:
Schnitter*innenfest
Singworkshop & Ritual
Samstag, 01. August 2026,
11.00 – ca. 18.30 Uhr
Erntezeit – Den Schnitt setzen, wenn die Zeit reif ist
Wenn auf den Feldern die ersten Mähdrescher im Einsatz sind, beginnt die Zeit der Schnitterinnen und Schnitter. Mitten in der Fülle geschieht der Schnitt, nicht als Ende, sondern als Voraussetzung dafür, dass das Korn seine ganze Kraft als Nahrung entfalten kann.
Im alten keltischen Jahreskreis beginnt mit dieser Zeit bereits der Herbst. Die Natur vollzieht einen stillen Wandel: Was im Frühling und Sommer nach außen gewachsen ist, beginnt sich wieder nach innen zu sammeln. Die Kraft kehrt langsam in die Wurzeln zurück.
Auch wir sind Teil dieses natürlichen Rhythmus. Das Leben lädt uns immer wieder ein zu erkennen, was reif geworden ist, was wir dankbar ernten dürfen, und wovon wir uns lösen können.
Denn es ist eine Kunst, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Schneiden wir zu früh, ist das Neue noch nicht bereit. Warten wir zu lange, halten wir an dem fest, was uns längst Kraft kostet. Nicht selten begleiten uns Gewohnheiten, Überzeugungen oder Rollen, die einst hilfreich waren, heute aber unser Wachstum begrenzen.
An diesem Tag nehmen wir uns Zeit, still zu werden und nach innen zu lauschen. Wir erforschen, was in unserem Leben reif geworden ist und geerntet werden darf und was losgelassen werden möchte, damit Neues wachsen kann.
Die Erntezeit erinnert uns daran: Loslassen und Empfangen gehören zusammen. Erst wenn wir bereit sind, den Schnitt zu setzen, können wir die Früchte unseres Lebens wirklich annehmen.
Durch die Kraft der Lieder, Naturerfahrung, Austausch und Zeiten der Einkehr verbinden wir uns mit der Weisheit dieser Schwellenzeit. Indem wir Altes loslassen, öffnen wir uns für die Fülle des Lebens und für das, was in uns weiter reifen möchte.
Jede*r ist willkommen – Es sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig!
Kosten: 75- 95 Euro incl. Mittagessen, Getränke und Kuchen (Selbsteinschätzung)
alle Feste im Jahr 2026:
- Lichtmess, Samstag, 31. Januar 2026, 06.00 – ca. 12.30 Uhr
- Frühlings- Tag und Nachtgleiche, Samstag, 21. März 2026, 11.00 – ca. 18.30 Uhr
- Walpurgis – Beltane, Freitag, 1. Mai 2026, 11.00 – ca. 18.30 Uhr
- Sommer-Sonnenwende: Samstag, 20. Juni 2026, 11.00 – ca. 18.30 Uhr
- Schnitter*innen-Fest, Samstag, 01. August 2026, 11.00 – ca. 18.30 Uhr
- Herbst- Tag und Nachtgleiche, Samstag, 19. September 2026, 11.00 – ca. 18.30 Uhr
- Dunkelheitsfest, Samstag, 31. Oktober 2026, 14.00 – ca. 20.30 Uhr
- Winter-Sonnenwende: Samstag, 19. Dezember 2026, 14.00 – ca. 20.30 Uhr

