Wie du

mit Tönen zu Stille

und Frieden in dir finden kannst

 

Nimm dir ein wenig Zeit an einem Ort, an dem du dich ungestört fühlst. Das kann ein geschlossener Raum, aber auch ein Ort in der Natur sein. Wenn du magst, lege dir vorher dein Tagebuch bereit, in dem du deine Erfahrungen niederschreiben kannst.

Setz oder stell dich bequem und aufrecht hin, so dass du eine Weile in dieser Position sein kannst. Wenn du magst, lehne dich z.B. an einen Baum. Nun nimm dir bewusst einen Moment Zeit, dich mit deinem Atem zu verbinden. Spüre, wie er durch dich strömt, nimm den Luftzug an deiner Nase wahr und die Bewegung von Brustkorb und Bauch. Dann spür auch die Verbindung zu Erde, spür das Gewicht deines Körpers und gib mit jedem Ausatmen ein bisschen Gewicht an die Erde ab. Nimm wahr, wie du mit jedem Ausatmen ein wenig leichter wirst.  Nimm auch Kontakt zum Himmel, zur Weite über dir auf und spüre deine Verbindung zu Himmel und Erde.

Wenn du das Gefühl hast, jetzt bist du in dir angekommen, dann gehe mit deiner Aufmerksamkeit nach innen, nimm wahr, was du fühlst und was in deinem Inneren gehört werden möchte. Lass dir Zeit – und dann beginne, zu tönen. Lass die Töne einfach aus dir heraus fließen, es gibt kein richtig und falsch dabei. Es geht auch nicht darum, dass die Töne sich besonders schön anhören. Deine Töne können schrill sein oder dumpf, hoch oder tief, leise oder laut, egal.  Hab den Mut, dein Inneres auszudrücken, genauso wie du gerade bist. Hab den Mut, alles, was in dir ist durch dich tönen zu lassen, auch wenn du vielleicht erst einmal gar nicht weißt, was es ist. Vertraue darauf, dass genau die richtigen Töne kommen. (Übrigens, auch Husten Räuspern, Lachen, Weinen… sind Töne). Lass es durch dich tönen bis deine Töne ganz von alleine versiegen.

Nun kommt der letzte Teil, eigentlich der wichtigste. Nimm dir im Anschluss mindestens 10 Minuten Zeit, in der Stille zu sein. Nimm alles, was du von dir gehört hast, so gut du es jetzt kannst, liebevoll in dein Herz und lass es dort wirken. (Wenn der Kritiker vorbeikommt,schenke ihm keine Aufmerksamkeit*.)  Es ist nicht wichtig, ob dein Verstand versteht, was da aus dir und durch dich getönt hat. Nimm es als einen Teil von dir, der nun endlich gehört und nach Hause zu dir kommen darf, bitte um Heilung. Alles Weitere geschieht ohne dein Zutun.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Tönen und Entdeckerfreude auf dem Weg zu dir selbst!
Von Herzen, Sabine

 

* Ich weiß, dass das nicht immer ganz leicht ist. Versuche es vielleicht mit einem einfachen Trick. Höre ihm kurz zu, was er zu sagen hat, sage „Aha, so siehst du das“ und lass ihn weiterziehen. Richte deine Aufmerksamkeit dann wieder auf dein Inneres, auf dein Fühlen.

Veröffentlicht unter Übung und Praxis |

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