…im Januar 2017

Ich wünsche dir ein gutes und gesegnetes neues Jahr!

Die Rauhnächte sind vorüber und Frau Holle hat uns mit ihrem Segen endgültig durch das Tor ins neue Jahr entlassen. Der Alltag wartet wieder auf uns, noch liegt das Jahr wie ein leeres Buch vor uns – und es ist an uns, wie wir es füllen.

Mich hat die Bilderwelt der Märchen und Mythen sehr durch die Rauhnächte begleitet – und so sende ich euch einen lieben Bildergruß auch vom Froschkönig in meinem Garten. Mich berührt es, von der tiefen Kraft und Weisheit unserer Ahninnen und Ahnen wieder zu lernen und diese durch die Natur und eben auch die alten Geschichten neu zu verstehen und wieder zu uns sprechen zu lassen. Wenn die böse Hexe im Märchen wieder zur weisen Alten werden darf hilft mir das, meine eigenen uralten Ängste anzuschauen und zu wandeln, hin zu immer mehr Vertrauen in das Leben selbst.

Mir scheint das Thema „Vertrauen lernen“ ein sehr wesentliches zu sein für das neue Jahr und damit auch verbunden das Hineinwachsen in unsere eigene Schöpfer/innenkraft. Ich habe in den Rauhnächten erfahren dürfen, wie viel Misstrauen da noch in mir wohnt, obwohl es dafür im Außen keinerlei Anlässe gibt, wie sehr sich mein inneres von meinem äußeren Erleben unterscheidet. Und für mich geht es gerade nicht darum, zu warten, bis so viel Vertrauen in uns gewachsen ist, dass wir angstfrei losgehen können. Für mich heißt das vielmehr, im Gehen meines Weges lerne und erfahre ich, zu vertrauen. Bei meinem Spaziergang heute wurde mir das an einem ganz einfachen Beispiel deutlich: Wenn wir nur dem Glauben schenken, was unsere Augen sehen, so könnten wir in dieser Zeit des Winters bei einem Waldspaziergang meinen, die Natur sei tot: kahle Bäume, von denen nur das Gerippe zu sehen ist, verdorrte Gräser und Farne, vertrocknetes Laub… Doch haben wir durch jahrelange immer wiederkehrende Erfahrung gelernt, dass wir vertrauen dürfen, dass alles im Frühling wieder kommt, Bäume wieder grün werden, Blumen wieder blühen… Wir wussten es nicht, als wir auf die Welt kamen.

Mit jedem Schritt, den ich mache, lerne ich neu zu vertrauen. Und dabei wächst das Vertrauen insbesondere da, wo ich scheitere, wo ich unperfekt bin, wo etwas nicht so gelingt, wie ich es mir gewünscht hätte und ich feststelle, dass ich damit trotzdem gehalten bin, trotzdem dazugehöre und liebenswert bin.

Im gemeinsamen Singen in Singkreisen und Workshops können wir erfahren und lernen, wie es geht, mit uns da zu sein, so wie wir sind, mal fröhlich, mal traurig, mal wütend,… lernen, unsere Gefühle wieder wahrzunehmen und anzunehmen, sie nicht zu verdrängen und zu verstecken. Das gemeinsame Singen ist für mich ein sehr wertvolles Mittel, immer mehr bei uns anzukommen, ganz zu werden und mit uns da zu sein jenseits von Bewertung und Beurteilung und in das Vertrauen hineinzuwachsen.

So wünsche ich uns allen den Mut, immer mehr in unsere Schöpferkraft hineinzuwachsen, das neue Jahr zu gestalten, bunt und lebendig, perfekt und unperfekt, liebevoll, voller Freude und Erlaubnis für Traurigkeit, mit allem, was in uns ist, die Wut meister/innenhaft wandelnd hin zu unserer wahrhaftigen Kraft und Lebendigkeit, Schöpfen aus der Fülle, die Wunder des Lebens entdecken!

Möge alles, was in diesem Jahr geschieht, dem Frieden, der Liebe und dem Leben auf dieser wunderbaren Erde dienen, zum Wohle aller, die auf ihr leben!

Wie sind die, auf die wir so lange gewartet haben!

 

Veröffentlicht unter Gedanken auf meinem Weg |

2 Responses to “…im Januar 2017”

  1. Liebe Sabine,
    ich stolpere immer mal wieder über deine Seite, vermutlich, weil ich mich für Klang, Stimme und Singen interessiere. Leider hast du deine Angebote so ganz und gar nicht in meiner Nähe. )-;
    Ich bin jedesmal wieder berührt und begeistert, wenn ich einen Beitrag von dir lesen kann, deine Worte gehen tief und inspirieren. Du darfst gern öfter schreiben. (-; Ich hoffe, dass die erste Jahrehälfte für dich genau das war, was du dir gewünscht hast, und das Jahr genauso erfüllt und vertrauensvoll weiter geht. Liebe Grüße von Caro

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