… im März 2016

„Ein neuer Anfang webt sich in mich ein, neue Kraft will in mir gefunden sein…“

Dieses Lied von Gila Antara begleitet uns in den Singkreisen und Workshops seit Beginn des Jahres intensiv. Viele von euch fühlen sich von diesem Lied gleichermaßen wie ich angesprochen und gemeint. Ich spüre, wie sehr diese neue Kraft in uns wachsen will und doch kann ich sie noch gar nicht richtig greifen, weiß noch gar nicht so recht, was das für eine neue Kraft ist. Ich ahne, dass diese Kraft nicht so sehr durch unser Tun, sondern viel mehr aus dem Sein entstehen mag, aus dem Empfangen und aus der Kraft unserer Herzen. Unser Verstand ist uns da ja doch oft eher im Weg. In ihrem für mich sehr wegweisenden Buch „Aus Liebe zu Mutter Erde“ schreibt Kiesha Crother) „Nur das Erwachen des Herzens und die Verwirklichung dessen, was wir wirklich sind, wird unsere Art zu leben und unsere Zukunft verändern … „

Und oft stehe ich da und weiß noch gar nicht, wie das geht, ganz besonders dann, wenn mir von außen nicht nur Ruhe, Liebe und Offenheit begegnet, sondern die Hektik, Lautstärke und Anforderungen unseres modernen Alltags, der noch so sehr von alten Strukturen geprägt ist. Wie kann ich mein Herz öffnen, wenn ich zudem sehe, wie weltweit Gier und Neid unsere Erde ausbeuten, wie Angst sich ausbreitet, wie Menschen gefoltert und misshandelt werden, wie Menschenrechte missachtet und Lebensräume zerstört werden?

Eine Antwort habe ich in meinem Garten gefunden. Dort blüht zurzeit die Zaubernuss (Hamamelis). In der Kälte des Winters blüht sie in voller Pracht und weckt in mir die Freude auf den nahenden Frühling. Sie zeigt mir, wie es geht, inmitten der Kälte einfach da zu sein, sich zu öffnen und zu blühen, das Licht der Sonne zu empfangen und, wenn diese hinter grauen Wolken verschwunden ist, ihr Licht auszusenden. Im Lied von Gila heißt es weiter „Ich lass die Liebe fließen in mein Herz. Lass sie ein in meinen tiefsten Schmerz…“ Für mich ist genau das die Heilkraft der Zaubernuss. Sie zeigt mir wie es geht, inmitten der Kälte die Liebe und Schönheit genau an die Orte zu schicken, die Heilung und Liebe so dringend brauchen und findet mit ihren leuchtenden Blüten ihren Weg direkt mitten in mein Herz. Und sie erinnert mich daran, dass all diese verletzten Orte tief in mir selbst Heilung finden wollen. So kommen Fragen in mir hoch: Wo ist die Härte in mir? Wo ist meine größte Angst? Wovor laufe ich weg, wenn ich meine, immer etwas tun zu müssen? Wo bin ich hart und ungerecht mit mir selbst? Wo kann ich mir nicht verzeihen?…

Oft treffen wir an diesem Ort, an dem sich Antworten auf diese Fragen finden, unser eigenes verletztes inneres Kind, das Heilung sucht. Das Kind, das so oft zurückgewiesen wurde und sich so sehr nach unserer Liebe sehnt. Und genau hier liegt ein wertvoller Schlüssel, der uns helfen kann, unser Herz zu öffnen und Ruhe im Sein zu finden. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, diesem verletzten Kind in uns liebevoll zu begegnen und damit Ruhe und Frieden in uns selbst zu finden. Eine wundervolle Möglichkeit ist das Singen nährender und heilsamer Lieder in der Gemeinschaft und ohne Leistungsanspruch.

Doch auch im Alleinsein kann das Singen uns bei unserer Heilung unterstützen. Hier zeige ich dir eine Möglichkeit, wie du durch liebevolles Tönen, Summen und Singen alte Verletzungen heilen und dein Herz sanft für die Liebe öffnen kannst. Ich habe mit dieser Übung gute Erfahrungen gemacht. Sie hilft mir, Vertrauen zu finden und damit offener und empfänglicher zu werden und hat sich so oder in abgewandelter Form häufig auch in meinen Einzelbegleitungen schon als sehr hilfreich und heilsam erwiesen.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!

 

Veröffentlicht unter Gedanken auf meinem Weg |

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