…im November 2018

 

Die Erde ruft, ich lausche ihrer Stimme

die Erde ruft, ich lausche ihrem Klang

die Erde ruft, ich lausche ihrem Herzschlag

tief tief in mir.

 

Diese Zeilen kamen heute im Tönen und Singen zu mir und sie erscheinen mir wie ein innerer Wegweiser hinein in die dunkler werdende Zeit, diese Wochen vor Weihnachten, in denen das Licht im Außen schwindet. Sie rufen mich, mich ganz einzulassen auf die mütterliche und nährende Kraft der Erde, mich ganz hinzugeben an ihr Sein.

Wir alle, ob Frauen oder Männer, sind aus einer Mutter geboren, haben eine lange Zeit in der Dunkelheit ihrer Gebärmutter verbracht. Und egal, wie leicht oder schwer diese Zeit der Schwangerschaft für unsere Mutter war, haben wir in dieser Zeit dort Geborgenheit erfahren. Und mehr noch, wenn wir heute entspannt und ohne Leistungsdruck singen und tönen, kann uns die Schwingung unserers Klangs wieder an diesen vorgeburtlichen Raum erinnern. Wenn unser Kehlkopf frei schwingen darf, kann er uns an das freie Schweben im Fruchtwasser zurückführen. Diese Erinnerungen können zutiefst heilsam sein, besonders wenn wir hier auf der Erde schmerzhafte oder traumatische Erfahrungen gemacht haben.

In unserer modernen Zeit scheint es jedoch kaum noch wirkliche Dunkelheit zu geben. Hell erleuchtete Städte erwecken den Anschein, als gäbe es sie nicht. Wir tun so, als wären die Tage im Winter genau so lang wie im Sommer und sind rund um die Uhr beschäftigt. Unser Körper kommt kaum dazu, sich zu erholen und unsere Seelen finden keinerlei Beachtung im hektischen Alltag und werden auf den Urlaub vertröstet. Dabei ist ihr Raum der der Dunkelheit, des Seins, des Winters. Die Kerzen auf dem Adventskranz zeugen noch von dem Wissen um das zunehmende Seelenlicht, das Licht, das in uns um so mehr leuchtet, wenn es draußen dunkler wird.

Seit vielen Jahren feiere ich ganz bewusst die Feste des Jahreskreises – und es wird für mich immer wichtiger, meinen Alltag mehr und mehr an den Rhythmus der Jahreszeiten anzupassen. Da magst du nun vielleicht sagen, das geht doch gar nicht in unserer Zeit, viel zu viele Verpflichtungen… Und doch, vielleicht sind es gar nicht die großen Veränderungen: Ich spüre, dass schon 15 Minuten am Abend, in denen ich mir eine Kerze anzünde und still bin oder töne mein Leben verändern. Schon 15 Minuten Singen und Tönen am Tag versetzen meinen Körper in eine andere Schwingung. Eine regelmäßige Praxis, die mich an diesen geborgenen Raum der Dunkelheit und des Seins erinnert, weckt außergewöhnliche Heilkräfte und lässt mich immer tiefer spüren, wie sehr ich mit der großen Mutter, unserer Erde verbunden bin.

So wünsche ich Dir eine heilsame und gute Advents- und Weihnachtszeit, neben allem Trubel Zeit für Dich, für Innehalten und für Ruhe! Ich wünsche dir stärkende und nährende Rauhnächte und einen guten Übergang in das Neue, was daraus hervorgehen will in dir und um dich herum! Möge diese Zeit uns ganz in unsere ureigene Kraft führen, in der jede und jeder den eigenen Platz einnehmen und darin wachsen kann – zum Wohle aller und in Verbundenheit mit Mutter Erde, die uns trägt.

Veröffentlicht unter Gedanken auf meinem Weg |

2 Responses to “…im November 2018”

  1. Vielen Dank für diese wunderschönen Gedanken und Inspirationen. Ja. We all need to PAUSE.

    Meine tägliche Kundalini Praxis u Meditation, meist in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang, hat auch mein Leben verändert. Der Kontakt, den wir dadurch zu unserer Mutter wiederfinden, der universellen Mutter, und zu unserem eigenen Seelenlicht ist so wichtig, nachhaltig, transformierend. Ich habe mit Begeisterung mit meiner Tochter und meinem Mann das erste Mal an dem Abend der spirituellen Lieder in der Borbyer Kirche teilgenommen- DANKE. So etwas benötigen wir jeden Monat mindestens einmal….Dann gäbe es kaum Konflikte zu lösen.

    Ich hoffe auf ein baldiges Wiederbegegnen und
    thank you for your light and love!

    Sat nam.
    Inga

    • Herzlichen Dank für dein Teilen, liebe Inga! Ja, so wertvoll, dass wir uns gegenseitig erinnern, wie es geht, unserer inneren Stimme zu vertrauen und uns wieder zu anzubinden! Wie schön auch, dass du bei der Nacht der Spirituellen Lieder in Eckernförde mit uns gesungen hast! Ich freue mich auf ein Wiedersehen! Herzliche Grüße, Sabine

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